1. Eine generische Zielaussage ganz oben
"Ergebnisorientierter Profi auf der Suche nach neuen Möglichkeiten in einem dynamischen Umfeld."
Das sagt dem Leser nichts. Ersetze sie durch ein 2–3-sätziges persönliches Profil, spezifisch für die Stelle: deine aktuelle Berufsbezeichnung, dein Fachgebiet, und was du mitbringst. Generische Aussagen verschwenden den meistgelesenen Abschnitt deines gesamten Lebenslaufs.
2. Aufgaben statt Wirkung auflisten
"Verantwortlich für die Verwaltung der Social-Media-Konten des Unternehmens."
So etwas steht in jedem Lebenslauf. Was hat sich durch dich verändert? Was hast du aufgebaut oder erreicht?
"Organische LinkedIn-Follower in 12 Monaten von 3.000 auf 22.000 gesteigert, durch den Wechsel von Werbebeiträgen zu wöchentlichen Branchenkommentaren."
Derselbe Job. Ein völlig anderer Eindruck beim Leser.
3. Jede Stelle auflisten, die du je hattest
Der Samstagsjob von 2005 gehört 2026 nicht in den Lebenslauf eines Senior-Entwicklers. Nimm die letzten 10–15 Jahre auf, oder die letzten 5–7 relevanten Stellen — je nachdem, was kürzer ist.
4. Die Länge falsch einschätzen
Eine Seite für unter 10 Jahre Erfahrung. Zwei Seiten für 10+ Jahre oder Senior-Positionen. Nicht drei Seiten. Nicht eine dicht gedrängte Seite in 8pt-Schrift. Die Länge sollte bewusst wirken, nicht so, als wäre dir der Platz ausgegangen oder du hättest dich nicht überwinden können, etwas zu streichen.
5. Inkonsistente Formatierung
Datumsformate, die sich auf halbem Weg ändern. Berufsbezeichnungen in manchen Rollen fett und in anderen nicht. Aufzählungspunkte in manchen Abschnitten und Fließtext-Absätze in anderen.
Diese Inkonsistenzen signalisieren Nachlässigkeit an einen Leser, der aktiv nach Gründen sucht, Kandidaten auszusortieren.
6. Nirgends Zahlen
Zahlen sind der Unterschied zwischen einem guten und einem einprägsamen Lebenslauf. Du brauchst keine präzisen Werte — Schätzungen funktionieren. "Ladezeit um etwa 40% reduziert" ist nützlicher als "Website-Performance verbessert".
Wo du eine Zahl hinzufügen kannst — eine Anzahl, einen Prozentsatz, einen Zeitraum, eine Teamgröße, ein verwaltetes Budget — füge eine hinzu.
7. Der falsche Dateiname
"Lebenslauf.pdf." "mein_lebenslauf_final_v3_NEU.pdf." "Daves Lebenslauf (aktualisiert).docx."
Benenne deine Datei: Vorname-Nachname-Lebenslauf.pdf. Es ist der erste Eindruck, bevor ein Personalverantwortlicher auch nur ein Wort gelesen hat.
8. Ein Foto im falschen Markt
In Großbritannien, den USA, Australien und Kanada sind Fotos auf Lebensläufen ungewöhnlich und können unbewusste Vorurteile hervorrufen. In Teilen Europas (Deutschland, Frankreich, Spanien) sind sie noch üblich. Kenne deinen Markt. Im Zweifel lass das Foto weg.
9. Fähigkeiten, die du nicht belegen kannst
"Fortgeschrittenes Excel", wenn du Grundformeln kennst. "Fließend Französisch", wenn du dich nur unterhalten kannst. Das kommt in einem Vorstellungsgespräch oder Kompetenztest zum Vorschein, und der Glaubwürdigkeitsschaden ist schlimmer, als hättest du nichts aufgelistet.
10. Nicht auf die Stelle zugeschnitten
Ein Lebenslauf, der für jeden Job funktioniert, funktioniert meist für keinen richtig gut. Die erfolgreichsten Lebensläufe werden für jede Bewerbung angepasst: Die Zusammenfassung bezieht sich auf die Stelle, die Aufzählungspunkte betonen relevante Erfahrung, und der Fähigkeiten-Abschnitt spiegelt wider, was die Stellenausschreibung verlangt.
Pflege einen Master-Lebenslauf mit allem. Kürze und feile ihn für jede Bewerbung.
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